Freitag, 19. Juli 2013

Du schon wieder.

01/2013

Es ist ein Schatten geblieben
In meinem Herzen
Und die Sehnsucht danach an deiner Schulter zu liegen
Und die Angst
meinen Stolz erneut verletzt zu wissen
mein Herz erneut gekränkt
unsere Liebe erneut auf die Probe gestellt.

Und die Angst davor ist geblieben nach so langer Zeit immernoch zu spüren, dass du da drin bist und darin bleibst. In dem kleinen strahlenden Mädchenherz,  das nun ein Frauenherz ist. Ein richtig volles Herz, das pocht und propplebendig ist und dem du fehlst.

So fährt manchmal der Zug am Gleis eins zu dir,  während ich mich zwei Gleise weiter fehl am Platz fühle.  Noch heute.

Realitätscheck. Eins Zwo Eins Zwo.

Und ich lächle bei dem Gedanken daran, was eine Wühlmaus ich sein kann, keine zehn Minuten nachdem wir uns zum Ausruhen hingelegt haben. Ich wühle noch heute in der Vergangenheit.
Jetzt wo wir zwei diese harmonische Freundschaft haben. Ein Verständnis,  das nur ein altes Ehepaar füreinander hat, keine Forderungen. Nur Frieden.

Brauchten wir das? Am Ende hätten wir es herausschreien können aus unserer beider Brust. Friedeeeeeen! Insieme. Siamo insieme wollten wir sagen können bis die Kraft zum Sprechen fehlte. Bis das Blut der Wunden gerinn.

Wir zwangen unser Gedächtnis zu vergessen. Machten uns auf neue Reisen, während der Vergleich zur Vollkommenheit unserer Reise hinkte.

Bin ich eigentlich ein schlechter Mensch, wenn ich das jetzt erst merke?
Nachdem die Odyseen verflossener Liebhaber, verkorkster Reiserei und verblendeter Liebe unser Herz verändert haben?
Hätten wir nicht aufpassen sollen auf unser Herz, insieme?

Ich frage mich jeden Sommer im Park, in unserem Park liegend, ob du kommen würdest, wenn ich dich dort haben will.
Nachricht an dich: Bin im Park. Komm vorbei.
Du wüsstest gleich wo du mich findest.

Wie fühlt sich das an, wenn ich dich entführe auf unsere Reise nach Nizza, als wir auf dem Weg zur russischen Kirche schon fast den Mut aufgaben und uns dann die größte Überraschung dieser Stadt erwartete mit einer Messe, die uns die Sprache verschlug.

Und was wäre unser Flug nach Stockholm gewesen ohne die mit Abstand gefährlichste Autofahrt unseres Lebens.

Was wäre Berlin ohne Politik? Ein Hotelzimmer ohne Stories von Streit und Versöhnungssex?

Was wäre das Leben ohne gutes internationales Essen?
Wir wollten einmal um die Welt. Damit begannen wir auf unseren kulinarischen Ausflügen. 

Die Filmabende endeten immer mit Diskussionen über Sinn und Ende. Immer hatten wir offene Fragen.

So wie wir uns beim Essen und Filmgeschmack verstanden, so knallten wir dahingegen aneinander, wenn es um politisches ging. Wir setzten uns mit gesellschaftlichen Problemen auseinander, aber nicht mit unseren Emotionen.

Ich habe mich eine viel zu lange Zeit lang gefragt, welche Neugier dich wieder trieb, welcher Wert dir abhanden gekommen war, als du mir mein Herz gebrochen hast.
Ich kenne dich. Ich kenne deine Macken und ich lächle, wenn ich daran denke wie schwierig du manchmal bist. Wie die taffen Frauen in deiner Familie nur mit dem Kopf schütteln und wie du dann lächelst, weil du weißt dass du nunmal ein manchmalzuspätkommerundmanchmalzufaulerundmanchmalzuentspannter aber dafür charmanter Kerl bist.

Heute haben wir Respekt voreinander. Weil wir uns kennen. Weil wir uns schätzen gelernt haben. Wir haben unsere Wertigkeit im jeweils anderen Leben. Wir sind nicht ganz normale Expartner. Wir haben die Balance gesucht. Wir tun einander nicht mehr weh, dafür ist das hier zu wertvoll. Dafür ist der umkämpfte Frieden uns zu heilig.

Was wäre eigentlich, wenn wir uns wiedersehen?

Samstag, 1. September 2012

den geist, den hab ich vermisst

Das, was uns Schlaf und Nerv geraubt hat.
Was uns bewegt, was uns verband.
Was schlagartig uns gefehlt hat,
liegt nun nicht mehr in unserer Hand.

Fehlte es uns denn womöglich schon immer?
Fiel das Fehlen garnicht auf?
Vielleicht waren wir nur etwas dümmer.
Das ändert die Zeit in ihrem Verlauf.

Wir tänzeln,
wir fliegen,
wir atmen,
wir lieben.

Die Uhren, die ticken.
Die Omas, die stricken.
Liebende, die ficken.

Die wird es immer geben.
Ist es wohl das wofür wir leben?
Ist es wohl das, was wichtig ist?
Die Zeit, das Alter, der Sex?
Den Geist, den hab ich vermisst.

Was dir fehlte, frage ich nicht mehr,
denn ich habe die Antwort seither.

Klarer ward mir nie gezeigt,
was ein starker Charakter vereint:
Loyalität, Ehrlichkeit,
Freundschaft und Fairness sind von höchster Notwendigkeit.

Das Lebenselixier? Danach fragst du noch?
Wie ich weiter machen kann, nun hör doch:

Fröhlich, herzlich,
lachend,
mit Abenteuerlust jeden Tag erwachend,
durch Leben zu gehen mit klarem Verstand.

Irgendwann wieder Hand in Hand.

Ohne Titel

Das eine Auge meines zweigeteilten Ichs
betrachtet mich und die Menschen um mich herum.
Wie authentisch sind sie, und ich?
Wie sehr Sie selbst, ich, ich selbst?

Vollkommenheit ist unser aller angestrebtes Ziel.
Ein Begriff nur. Zusammengeschustert von unseren Vorstellungen und Vorbildern.
Was genau Vollkommenheit ist, kann das eine Auge meines zweigeteilten Ich nicht ausmachen.
Ich wache auf. Ich wache über mich.
Der Blick des zweiten Auges meines zweigeteilten Ich schaut an mir herunter, an dir herunter.
Immer wieder stellt sich mir dieselbe Frage nach dem richtigen Handeln, nach der Norm, den Werten, die ich in meiner zweigeteilten Vollkommenheit vertrete.

Die beiden Augen meines zweigeteilten Ich sind muede.
Sie wuenschen sich ein einfaches Bild zu sehen,
das Sie verstehen koennen,
das Sie verstehen koennten,
wenn ich mich festlegen wollte.

Verloren fuehlen im eigenen Wesen.
Wuehlend, wo es bereits stuermig ist.
Ordnend, wo nicht alles an seinem Platz gelandet ist.

Einer Illusion nachrennend, außer Atem, kraftlos.
Der Illusion, dass zu mir selbst finden
mit dir zu tun hat,
dich braucht,
mir eine Richtung aufweist,
das eine Auge besser sehen laesst.

Wir baden gern in solchen Illusionen,
wohlig warm.

Hier wankt das Bild nicht und es ist vollkommen.

Dienstag, 28. Februar 2012

Ein Band kann verloren gehen, Wege in Vergessenheit geraten. Neue Straßen wurden bereits erkundet.

Es gibt da ein Band, das liegt auf der Strasse,
die Ich nicht mehr kenne.
Das Band liegt da, du hast es losgelassen.

Es gibt da ein Band, das liegt auf der Strasse,
auf der Ich gelaufen bin.
Das Band liegt da, du hast es losgelassen,
Ich hab es mit mir mitgezogen.

Es gibt da ein Band, das liegt auf der Strasse,
die vielleicht wieder zu dir führt.
Ich kenne diese Strasse nicht mehr.
Das Band liegt da, du hast es losgelassen,
Ich hab es mit mir mitgezogen und
irgendwann entglitt es meiner Hand.

Es gibt da ein Band,
das keiner mehr festhält,
ein verlassenes Band.
Das liegt auf der Strasse, die ich nicht mehr kenne.

Das Band liegt da, hat seine verbindende Funktion verloren.
Wir haben es verloren.

Es gibt da ein Band, das liegt auf der Strasse,
weil es zwei Menschen verband,
die grundlegend verschieden waren.
Das Band liegt da und es hat mir erzählt,
dass es nicht von einem Lügner gehalten werden wollte.
Dann entglitt es auch meiner Hand.

Es gibt da ein Band, das liegt auf der Strasse,
die Ich nicht mehr kennen möchte.

Dienstag, 25. Oktober 2011

durch so viel formen geschritten. durch ich und wir und du.


Ich würde gerne mal hinter mir stehen, 
und vor mir gehen und neben mir her laufen 
und dann würde ich gerne mal in mich hineingehen und rein schauen in mich.

Ihr Herz schön. Ihre Gedanken rein und gut. Ihr Wesen....

Ich würde mich gerne mal aus einer anderen Perspektive sehen, versteh mich doch.
Ich würde mich gerne mal mit deinen Augen sehen. Wenn du hinter mir stehst was siehst du da eigentlich? Was sieht man denn wenn man sich Menschen von hinten anschaut? Worauf achtet man da? 

Deshalb würde ich mich gerne mal mit deinen Augen sehen.
Und ich würde gerne mal vor mir gehen um zu wissen, wie das ist, wenn man einen auf der Strecke lässt und an einem vorbei einfach weitergeht, um zu wissen was man sich dabei denn denkt. 
Und dann würde Ich gerne mal wissen ob das alles dann mit Gedanken verbunden ist oder so schnell geht, dass man es garnicht merkt und man dann einfach vor ihr geht und weiter geht und garnicht mehr merkt dass sie ja hinten geblieben ist. Geht man so zusammen einen Weg? 

Und zuletzt würde Ich gerne mal neben mir her laufen um zu hören was ich sage und um zu verstehen wie du mich siehst, so neben dir. 

Sie neben mir.

Ich würde gerne mal meine klugen Gedanken hören und ich würde gerne sehen was du gesehen hast. 
Ich würde gerne sehen wie das ist wenn ich in den Raum komme und du stehst neben mir und denkst-Ja, das hat mich am meisten verletzt- du bleibst stehen und du denkst, dass ich strahle und alle mich ansehen und ich alle Aufmerksamkeit auf mich ziehe, 

weil sie ja so ein strahlender Mensch ist. 

Ich stände gerne mal da und würde dann auf sie schauen so von der Seite und würde ihr zuhören bei den wild erzählten Anekdoten des vergangegen Tages, wie sie sich aufregt über die ungerechtigkeiten der Welt, das politische Tagesgeschehen, wie differenziert sie dabei ihre Gedanken formt und rauslässt.Wie wunderschön sie ist.

Und dann würde Ich gerne mal wissenob du das so denkst.
Ich würde das gerne mal sehen, denn so fühle Ich mich garnicht. So lebendig nicht und auch nicht so strahlend.

Das war ich als ich neben dir stand.

Das war sie als sie neben mir stand.

Und da komm ich zu dem Punkt an dem Ich gerne mal sehen würde wie ich von Innen aussehe. Dafür gibt es aber keine Worte. Die Worte fehlen mir. Das sollte man auch nicht beschreiben, denn es ist hässlich und grässlich und nicht schön, so schrecklich.

Dann kommt mir manchmal der Gedanke dass ich doch dein Herz war, der Gedanke kommt mir oft und dann frage Ich mich jedesmal ob man denn so umgeht mit seinem eigenen Herzen. Jedesmal stelle Ich mir die Frage und sie macht mich ganz krank. Und dann kann ich mir auch schon besser vorstellen wie es wohl bei mir innendrin aussieht, wie unaufgeräumt muss das denn in meinem Kopf sein und wie gelähmt muss denn mein Herz sein.

Und Sie war doch mein Herz. Was hab Ich mit Ihrer schönen Seele gemacht?

Freitag, 14. Oktober 2011

dear little sister

I wrote letters, poems, I dreamed of you, my dear.
Cause I miss you lovely sister, right now, right here.
And our room seems empty without you,
I feel lost in this room without you.

For a moment I can´t breathe.

No, just your voice is missing.
And sometimes I feel like you´re coming back,just went out for a walk,
a cigarette, meeting a friend,
when I need you here to talk.

Then I say to myself "you´re so dramatic!"
I know you are alive....
you have a good live, you are happy. Italy is wunderul.
....but you aren´t by my side.

I can´t hear you breathing
next to me
while you are sleeping.

This room is mine now as I always wanted.
I can´t go insane anymore because you wear my best shoes.
No.
I have two wardrobes now, there´s noone using my make-up.
I can´t call you for coffee, there is noone to dance with.
"I´m so excited" doesn´t make me dance since you are gone.
No.

I can just call , yes just call to hear your voice now.
To hear your lovely, missing voice.

No love compares to this, my lovely sister.
My friend, my missing friend.
































Donnerstag, 13. Oktober 2011

frequently asked questions

we are here now
to go somewhere else
and to ask ourselves where we are going
without direction.
frequently asked question.

we are here to love,
to go and love someone else
and to ask ourselves who we love more?
without rules.
frequently asked question.

we are here to live,
to go and live somewhere else
to see places
to travel
and to ask ourselves why are we living?
without a plan.
frequently asked question.

xh.j.