Samstag, 1. September 2012

den geist, den hab ich vermisst

Das, was uns Schlaf und Nerv geraubt hat.
Was uns bewegt, was uns verband.
Was schlagartig uns gefehlt hat,
liegt nun nicht mehr in unserer Hand.

Fehlte es uns denn womöglich schon immer?
Fiel das Fehlen garnicht auf?
Vielleicht waren wir nur etwas dümmer.
Das ändert die Zeit in ihrem Verlauf.

Wir tänzeln,
wir fliegen,
wir atmen,
wir lieben.

Die Uhren, die ticken.
Die Omas, die stricken.
Liebende, die ficken.

Die wird es immer geben.
Ist es wohl das wofür wir leben?
Ist es wohl das, was wichtig ist?
Die Zeit, das Alter, der Sex?
Den Geist, den hab ich vermisst.

Was dir fehlte, frage ich nicht mehr,
denn ich habe die Antwort seither.

Klarer ward mir nie gezeigt,
was ein starker Charakter vereint:
Loyalität, Ehrlichkeit,
Freundschaft und Fairness sind von höchster Notwendigkeit.

Das Lebenselixier? Danach fragst du noch?
Wie ich weiter machen kann, nun hör doch:

Fröhlich, herzlich,
lachend,
mit Abenteuerlust jeden Tag erwachend,
durch Leben zu gehen mit klarem Verstand.

Irgendwann wieder Hand in Hand.

Ohne Titel

Das eine Auge meines zweigeteilten Ichs
betrachtet mich und die Menschen um mich herum.
Wie authentisch sind sie, und ich?
Wie sehr Sie selbst, ich, ich selbst?

Vollkommenheit ist unser aller angestrebtes Ziel.
Ein Begriff nur. Zusammengeschustert von unseren Vorstellungen und Vorbildern.
Was genau Vollkommenheit ist, kann das eine Auge meines zweigeteilten Ich nicht ausmachen.
Ich wache auf. Ich wache über mich.
Der Blick des zweiten Auges meines zweigeteilten Ich schaut an mir herunter, an dir herunter.
Immer wieder stellt sich mir dieselbe Frage nach dem richtigen Handeln, nach der Norm, den Werten, die ich in meiner zweigeteilten Vollkommenheit vertrete.

Die beiden Augen meines zweigeteilten Ich sind muede.
Sie wuenschen sich ein einfaches Bild zu sehen,
das Sie verstehen koennen,
das Sie verstehen koennten,
wenn ich mich festlegen wollte.

Verloren fuehlen im eigenen Wesen.
Wuehlend, wo es bereits stuermig ist.
Ordnend, wo nicht alles an seinem Platz gelandet ist.

Einer Illusion nachrennend, außer Atem, kraftlos.
Der Illusion, dass zu mir selbst finden
mit dir zu tun hat,
dich braucht,
mir eine Richtung aufweist,
das eine Auge besser sehen laesst.

Wir baden gern in solchen Illusionen,
wohlig warm.

Hier wankt das Bild nicht und es ist vollkommen.