Samstag, 1. September 2012

Ohne Titel

Das eine Auge meines zweigeteilten Ichs
betrachtet mich und die Menschen um mich herum.
Wie authentisch sind sie, und ich?
Wie sehr Sie selbst, ich, ich selbst?

Vollkommenheit ist unser aller angestrebtes Ziel.
Ein Begriff nur. Zusammengeschustert von unseren Vorstellungen und Vorbildern.
Was genau Vollkommenheit ist, kann das eine Auge meines zweigeteilten Ich nicht ausmachen.
Ich wache auf. Ich wache über mich.
Der Blick des zweiten Auges meines zweigeteilten Ich schaut an mir herunter, an dir herunter.
Immer wieder stellt sich mir dieselbe Frage nach dem richtigen Handeln, nach der Norm, den Werten, die ich in meiner zweigeteilten Vollkommenheit vertrete.

Die beiden Augen meines zweigeteilten Ich sind muede.
Sie wuenschen sich ein einfaches Bild zu sehen,
das Sie verstehen koennen,
das Sie verstehen koennten,
wenn ich mich festlegen wollte.

Verloren fuehlen im eigenen Wesen.
Wuehlend, wo es bereits stuermig ist.
Ordnend, wo nicht alles an seinem Platz gelandet ist.

Einer Illusion nachrennend, außer Atem, kraftlos.
Der Illusion, dass zu mir selbst finden
mit dir zu tun hat,
dich braucht,
mir eine Richtung aufweist,
das eine Auge besser sehen laesst.

Wir baden gern in solchen Illusionen,
wohlig warm.

Hier wankt das Bild nicht und es ist vollkommen.

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